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	<title>Vitrifizierung Archive | Partei für Verjüngungsforschung</title>
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	<title>Vitrifizierung Archive | Partei für Verjüngungsforschung</title>
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		<title>Kryonik: Kryoprotektoren zur Vitrifizierung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Moritz Pohl]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Mar 2024 20:10:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[science]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[einfrieren]]></category>
		<category><![CDATA[Eisblocker]]></category>
		<category><![CDATA[Frostschutzmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Kryokonservierung]]></category>
		<category><![CDATA[Kryonik]]></category>
		<category><![CDATA[Kryoprotektor]]></category>
		<category><![CDATA[Vitrifizierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kryoprotektoren sind Flüssigkeiten, die biologisches Material vor Gefrierschäden schützen &#8211; zum Beispiel durch Kristallisation. Sie funktionieren ähnlich wie Frostschutzmittel, das wir bei Minusgraden ins Auto geben, um den Gefrierpunkt des Wassers zu senken.  Einige arktische und antarktische Tiere (z. B. Insekten, Fische oder Frösche) stellen Kryoprotektoren (Frostschutzmittel wie Glycerin oder sogenannte Frostschutzproteine) in ihren Körpern [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: 400;"><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Cryoprotectant">Kryoprotektoren</a> sind Flüssigkeiten, die biologisches Material vor Gefrierschäden schützen &#8211; zum Beispiel durch Kristallisation. Sie funktionieren <strong>ähnlich wie Frostschutzmittel</strong>, das wir bei Minusgraden ins Auto geben, um den Gefrierpunkt des Wassers zu senken. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Einige arktische und antarktische Tiere (z. B. Insekten, Fische oder Frösche) stellen Kryoprotektoren (Frostschutzmittel wie Glycerin oder sogenannte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Frost-Protein">Frostschutzproteine</a>) in ihren Körpern her, um Gefrierschäden durch die kalten Wintertemperaturen zu vermeiden. </span></p>
<ul>
<li><a href="https://verjuengungsforschung.de/was-ist-kryonik">Was ist Kryonik? &#8211; zur Einführung</a></li>
</ul>
<h2>Warum braucht es für die Vitrifizierung Kryoprotektoren?</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Das <strong>Einfrieren von Wasser</strong> im Körper verursacht zwei Arten von Schäden: mechanische und chemische. Die <strong>mechanischen Schäden</strong> haben wir in unseren vergangenen Beiträgen schon angesprochen: Sie entstehen dadurch, dass sich <strong>scharfe Eiskristalle</strong> bilden und Zellmembranen oder anderes Gewebe durchschneiden. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zusätzlich treten aber auch noch <strong>chemische Schädigungen</strong> auf. Normalerweise ist das Wasser in einem lebenden Organismus Teil einer Lösung, die aus vielen verschiedenen Molekülarten besteht. Wenn die Wassermoleküle gefrieren, suchen sie sich gegenseitig und bilden reines gefrorenes Wasser, das alle anderen Moleküle aus dem Eis verdrängt. Dies führt zu einer <strong>hohen Konzentration von schädlichen gelösten Stoffen</strong> in dem verbleibenden flüssigen Wasser. Aufgrund dessen ist die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vitrifizierung">Vitrifizierung</a> (Ersetzen des Blutes mit einem Kryoprotektor, der beim Abkühlen einen glasartigen Zustand bildet) seit über 20 Jahren in der Kryokonservierung von Organen und in der Kryonik Standard.</span></p>
<ul>
<li><a href="https://verjuengungsforschung.de/kryonik-ablauf-einer-kryokonservierung">Mehr über den Ablauf der Kryokonservierung erfahren</a></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Geschichte der Kryoprotektoren</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Bis zur Jahrtausendwende haben Kryoniker <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Glycerin">Glycerin</a> als Kryoprotektor eingesetzt. Glycerin ist allerdings ziemlich <strong>giftig</strong> für unsere Zellen und <strong>nicht dazu geeignet</strong>, um <strong>Organe</strong> oder gar einen <strong>ganzen Körper</strong> zu vitrifizieren. Die Alcor Life Extension Foundation ist deshalb 2001 zu <strong>B2C</strong> gewechselt, einer besonders <strong>konzentrierten Form des Kryoprotektors VM3</strong>. VM3 ist damals bereits gängigerweise in der Vitrifizierung von Eizellen und Nierenrinde der Maus zum Einsatz gekommen. Darüber hinaus hat VM3 die geringste Toxizität bei der Vitrifizierung des Hippocampus (Teil des Gehirns) von Ratten gezeigt. 2005 ist ein erneuter <strong>Wechsel zum Kryoprotektor M22</strong> erfolgt, den die Organisation bis heute anwendet &#8211; weiter unten mehr dazu.</span></p>
<h2>Kryoprotektoren: Zusammensetzung und Funktionsweise</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Jeder moderne Kryoprotektor besteht aus einer Mischung von durchdringenden und nicht durchdringenden Chemikalien. <strong>Durchdringende Chemikalien</strong> dringen ins <strong>Innere der Zelle</strong> ein und verhindern dort die Eisbildung. Nicht durchdringende Chemikalien vermeiden die Bildung von Eis <strong>zwischen den Zellen</strong>. Das passiert, indem sie <strong>Wasserstoffbrückenbindungen</strong> mit den Wassermolekülen eingehen und so verhindern, dass sich diese zu einem Eisgitter organisieren.</span></p>
<h3>Durchdringende und nicht durchdringende Chemikalien</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Die durchdringenden Chemikalien werden regelmäßig zusammen mit den nicht durchdringenden Chemikalien eingesetzt, da sich Eis eher extrazellulär als intrazellulär bildet (das Wasser fließt aus den Zellen und kristallisiert dann in den Zwischenräumen). Wenn nicht durchdringende Bestandteile vorhanden sind, müssen durchdringende Bestandteile nicht so konzentriert sein. Dies ist für eine hochwertige Kryokonservierung von entscheidender Bedeutung, denn je <strong>höher</strong> die Konzentration der <strong>durchdringenden Chemikalien</strong>, desto <strong>toxischer</strong> der Kryoprotektor. Die richtige Mischung aus durchdringenden und nicht durchdringenden Lösungen kann ein hohes Maß an Schutz bei geringer Toxizität bieten, ohne die Qualität der Verglasung zu beeinträchtigen. Außerdem wissen wir inzwischen, dass man die Toxizität weiter verringern kann, indem man der Mischung sogenannte <strong>synthetische Eisblocker</strong> hinzufügt. Synthetische Eisblocker (auch SIBs für “synthetic ice blockers”) sind Verbindungen, die das <strong>Wachstum von Eiskristallen hemmen</strong>. Sind sie Teil des Kryoprotektors, benötigt man <strong>weniger toxische Bestandteile</strong>, um trotzdem noch eine gute Vitrifizierung zu gewährleisten.</span></p>
<h3>Messmethode für Toxizität von Kryoprotektoren</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Kryobiologen haben zudem herausgefunden, dass die allgemeine <strong>Toxizität eines Kryoprotektors</strong> anhand eines <strong>Maßes</strong> namens <strong>qv*</strong> vorhergesagt werden kann. 21st Century Medicine hat die Messmethode auf Grundlage von Tests mit <strong>K+- und Na+-Ionen</strong> (positiv geladene Kalium- und Natriumatome) an Hasennieren erarbeitet. Die Na+-Konzentration außerhalb einer Zelle ist in der Regel 10-mal höher als innerhalb einer Zelle, während die K+-Konzentration innerhalb einer Zelle in der Regel 20- bis 35-mal höher ist als außerhalb. Das Membranenzym Na/K-ATPase befördert unter Aufwendung eines Moleküls ATP drei Na+-Ionen im Austausch für zwei K+-Ionen, die in eine Zelle eingebracht werden, aus der Zelle hinaus. Wenn die Zellmembran gerissen ist oder wenn eine Zelle nicht mehr in der Lage ist, ATP zu produzieren, verändert sich das K+/Na+-Verhältnis.</span></p>
<div style="width: 444px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/fe/Natrium-Kalium-Pumpe.svg" alt="File:Natrium-Kalium-Pumpe.svg - Wikimedia Commons" width="434" height="361" /><p class="wp-caption-text">Natrium-Kalium-Pumpe. Bild von Wikimedia Commons: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Natrium-Kalium-Pumpe.svg Lizenz: CC BY-SA 4.0</p></div>
<p><span style="font-weight: 400;">qv* misst die durchschnittliche Stärke der Wasserstoffbrückenbindungen zwischen den polaren Gruppen des Kryoprotektors und den Wassermolekülen einer Lösung. Quantitativ stellt qv* die </span><i><span style="font-weight: 400;">Anzahl der Wassermoleküle pro Volumeneinheit geteilt durch die Anzahl der Mole der polaren Gruppen des Kryoprotektors bei der Mindestkonzentration</span></i><span style="font-weight: 400;"> dar, die für die Vitrifizierung unter standardisierten Bedingungen erforderlich ist. Dieses Maß ermöglicht dadurch die <strong>gezielte Herstellung von Lösungen</strong> mit möglichst <strong>geringer Toxizität</strong>.</span></p>
<h2>Derzeit verwendete Kryoprotektoren</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Die zwei derzeit hauptsächlich in der Kryonik verwendeten Kryoprotektoren sind M22 (patentiert von dem Unternehmen 21st Century Medicine) und VM1. Während <strong>VM1 lediglich für den Prozess des Abkühlens</strong> konstruiert ist, haben die Designer von <strong>M22</strong> zusätzlich darauf geachtet, die Lösung <strong>so wenig toxisch wie möglich</strong> zu machen (um Schädigungen beim Auftauen zu minimieren). <strong>M22</strong> ist zudem <strong>besser erforscht als VM1</strong>, allerdings auch deutlich <strong>teurer</strong>: Die Verwendung kostet einen Betrag im fünfstelligen Bereich, während VM1 nur auf einige hundert Euro kommt. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das Cryonics Institute und Tomorrow Biostasis verwenden beide eine von ihnen selbst modifizierte Version von VM1. Tomorrow Biostasis gibt als Grund an, dass das Unternehmen aufgrund des geringeren Preises von VM1 Geld einspart und stattdessen in Logistik, Infrastruktur und Training der Standby-Teams investieren kann, um schneller reagieren zu können. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Alcor Life Extension Foundation verwendet M22, um eine möglichst gute Qualität der Kryokonservierung und den aktuell bestmöglichen Schutz der Gehirnstrukturen zu gewährleisten. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Interessant ist, dass sowohl M22 als auch VM1 aus <strong>denselben Kernkomponenten</strong> bestehen: <strong>Ethylenglykol und Dimethylsulfoxid</strong> (DMSO). <strong>M22</strong> enthält zusätzlich <strong>Formamid</strong>, das in der Gegenwart von DMSO nur eine geringe Toxizität hat.</span></p>
<ul>
<li><a href="https://verjuengungsforschung.de/kryonikanbieter-im-vergleich">Mehr über die verschiedenen Kryonik-Anbieter erfahren</a></li>
</ul>
<h3>M22</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Der <strong>am wenigsten toxische</strong> Kryoprotektor, M22, wird seit 2005 vom Patentinhaber 21st Century Medicine an die Alcor Life Extension Foundation lizenziert und weltweit von vielen Laboren zur Kryokonservierung von Gewebeproben verwendet. Seinen Namen hat er davon, dass er bei -22°C in den Patienten eingeführt werden soll. M22 basiert auf der Erkenntnis, dass <strong>Dimethylsulfoxid</strong> (DMSO) <strong>die Toxizität von Formamid neutralisieren</strong> kann. Deshalb enthält M22 auch genau gleich viel von den beiden Stoffen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">M22 enthält <strong>zwei Eisblocker</strong> &#8211; synthetisch hergestellte Polymere, die die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Keimbildung">Keimbildung</a> von Eis hemmen. Der erste besteht aus Polyvinylalkohol (PVA) und Vinylacetat und wird von 21st Century Medicine unter der Bezeichnung X-1000 verkauft. Der andere, Z-1000 getauft, ist Polyglycerin. Er hemmt spezifisch die Keimbildung</span><span style="font-weight: 400;">, die durch das Bakterium Pseudomonas syringae verursacht wird. Mischungen aus den beiden Eisblockern sind bei der Hemmung der Eisbildung wirksamer als einer der beiden Wirkstoffe allein, was darauf hindeutet, dass sie sich gegenseitig ergänzen, indem sie verschiedene Quellen (bakterielle und nicht bakterielle) der Eisbildung hemmen. Um den <strong>Zellstoffwechsel</strong> bei niedrigen Temperaturen zu <strong>unterstützen</strong> und <strong>oxidative Schäden</strong> sowie <strong>Ödeme</strong> (Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe) zu <strong>verhindern</strong>, benötigt M22 zusätzlich eine geeignete <strong>Trägerlösung</strong>.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">M22 bewirkt eine <strong>erhebliche Schrumpfung des Gehirns</strong> während der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Durchblutung">Perfusion</a> </span><span style="font-weight: 400;">von Patienten. Tatsächlich kann die <strong>zerebrale Dehydrierung ein wichtiger Faktor für die Verglasung des Gehirns</strong> sein und sogar geringere Konzentrationen von M22 zur Konservierung des Gehirns ermöglichen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die <strong>signifikantesten Fortschritte</strong> in der Kryokonservierung wie beispielsweise die erfolgreiche Vitrifizierung, Erwärmung und Transplantation einer <a href="https://www.tandfonline.com/doi/full/10.4161/org.5.3.9974">Hasenniere im Jahr 2009</a> sind <strong>mit M22 erzielt</strong> worden. Allerdings besteht M22 im Gegensatz zu VM1 oder älteren Kryoprotektoren aus acht verschiedenen Komponenten, zusammen mit der Trägerlösung sind es 15. Komponenten wie die Eisblocker haben dazu geführt, dass die Kosten für eine Kryokonservierung bei Alcor die der Konservierung beim Cryonics Institute um ein Vielfaches übersteigen. Das wirft natürlich Fragen zu Kosten und Nutzen auf. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Idee hinter der Verwendung von M22 ist, dass die <strong>bessere Vitrifizierung</strong> zu einem<strong> geringen Bedarf an zukünftigen Reparaturtechnologien</strong> und infolgedessen zu einer <strong>schnelleren Wiederbelebung</strong> führen wird. Zum jetzigen Zeitpunkt ist das jedoch reine Spekulation. Ein anderer Vorteil bezieht sich auf PR beziehungsweise Marketing: Eine Organisation, die den modernsten Kryoprotektor einsetzt, den auch schon viele Labore außerhalb der Kryonik routinemäßig verwenden, wird von den Leuten auch eher als seriös wahrgenommen.</span></p>
<h3>VM1</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">VM1 ist vom hauseigenen Kryobiologen des Cryonics Institute, Yuri Pichugin, entwickelt worden &#8211; und zwar im Gegensatz zu M22 <strong>speziell für Kryonik-Patienten</strong>. Der Name steht für “Vitrification Mixture 1”, was bedeutet, dass es der erste von dem Cryonics Institute eingesetzte Kryoprotektor ist, der auch tatsächlich eine Vitrifizierung ermöglicht (also eine Verglasung ohne kristalline Struktur). Eine Übersicht über die Zusammensetzung von VM1 gibt es auf der <a href="https://web.archive.org/web/20121022022318/http://www.cryonics.org/research/CI-VM-1.html">Webseite des Cryonics Institute</a>.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die <strong>hohe Stabilität und Fähigkeit zur Verglasung</strong> von VM1 ist mehrfach belegt. Pichugin hat 20-ml-Glasfläschchen mit 60%-igen und 65%-igen VM1-Lösungen mit einer Rate von nur 0,1°C pro Minute gekühlt und erwärmt und dabei keine Eisbildung beobachtet. 65%-iges VM1 mit homogenisiertem Rattenhirngewebe (also mit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zellaufschluss">Zellaufschluss</a> </span><span style="font-weight: 400;">behandeltem Gewebe) hat nach 14 Tagen bei Trockeneistemperatur (-78,5°C) keine Eiskristalle gezeigt. Und auch große Mengen (zwei Liter) von VM1 sind nach 21 Tagen Trockeneistemperatur noch eisfrei gewesen. </span></p>
<p>Da VM1 <strong>toxischer als M22</strong> ist, wird es bei damit vitrifizierten Patienten <strong>f</strong><span class="OYPEnA text-decoration-none text-strikethrough-none"><strong>ortschrittlichere Technologien fürs Aufwärmen brauchen</strong> als bei Patienten, bei denen M22 zum Einsatz gekommen ist.</span></p>
<p>Genau wie M22 verursacht auch VM1 ein <strong>Schrumpfen des Gehirns</strong>. Die Zugabe von <strong>Natriumdodecylbenzolsulfonat</strong> kann das <strong>verhindern</strong>. Allerdings verzichten Kryonik-Anbieter zurzeit darauf, weil eine <strong>gewisse Schrumpfung wünschenswert</strong> ist. Im Falle einer zerebralen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Isch%C3%A4mie">Ischämie</a>, also einer verminderten oder fehlenden Durchblutung des Großhirns, die die meisten Kryonik-Patienten erleiden, schafft die Schrumpfung <strong>Stabilität</strong> und <strong>erleichtert</strong> die <strong>Vitrifizierung</strong>. </p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><span style="text-decoration: underline;">Quellen:</span></h4>
<ul>
<li><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Cryoprotectant">https://en.wikipedia.org/wiki/Cryoprotectant</a></li>
<li><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Frost-Protein">https://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Frost-Protein</a></li>
<li><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vitrifizierung">https://de.wikipedia.org/wiki/Vitrifizierung</a></li>
<li><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Glycerin">https://de.wikipedia.org/wiki/Glycerin </a></li>
<li><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Keimbildung">https://de.wikipedia.org/wiki/Keimbildung</a></li>
<li><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Durchblutung">https://de.wikipedia.org/wiki/Durchblutung</a></li>
<li><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zellaufschluss">https://de.wikipedia.org/wiki/Zellaufschluss</a></li>
<li><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Isch%C3%A4mie">https://de.wikipedia.org/wiki/Isch%C3%A4mie</a></li>
<li><a href="https://www.biostasis.com/vitrification-agents-in-cryonics-m22/"><span style="font-weight: 400;">https://www.biostasis.com/vitrification-agents-in-cryonics-m22/</span></a></li>
<li><a href="https://www.biostasis.com/vitrification-agents-in-cryonics-vm-1/"><span style="font-weight: 400;">https://www.biostasis.com/vitrification-agents-in-cryonics-vm-1/</span></a></li>
<li><a href="https://www.oregoncryo.com/electronMicrographsVM1.html">https://www.oregoncryo.com/electronMicrographsVM1.html </a></li>
<li><a href="https://web.archive.org/web/20170728111259/http://www.evidencebasedcryonics.org/2008/07/08/vitrification-agents-in-cryonics-m22/"><span style="font-weight: 400;">https://web.archive.org/web/20170728111259/http://www.evidencebasedcryonics.org/2008/07/08/vitrification-agents-in-cryonics-m22/</span></a></li>
<li><a href="https://www.cryonicsarchive.org/library/new-cryopreservation-technology/"><span style="font-weight: 400;">https://www.cryonicsarchive.org/library/new-cryopreservation-technology/</span></a><span style="font-weight: 400;"> </span></li>
<li><a href="https://www.alcor.org/2005/10/m22-implementation/"><span style="font-weight: 400;">https://www.alcor.org/2005/10/m22-implementation/</span></a></li>
<li><span style="font-weight: 400;">Patent von M22: </span><a href="https://patents.google.com/patent/US8679735B2/en"><span style="font-weight: 400;">https://patents.google.com/patent/US8679735B2/en</span></a></li>
<li><a href="https://web.archive.org/web/20121022022318/http://www.cryonics.org/research/CI-VM-1.html">https://web.archive.org/web/20121022022318/http://www.cryonics.org/research/CI-VM-1.html</a></li>
<li><a href="https://www.tomorrow.bio/post/what-agents-used-human-cryopreservation"><span style="font-weight: 400;">https://www.tomorrow.bio/post/what-agents-used-human-cryopreservation</span></a><span style="font-weight: 400;"> </span></li>
<li><a href="https://www.tomorrow.bio/post/the-use-of-cryoprotectants-in-cryonics">https://www.tomorrow.bio/post/the-use-of-cryoprotectants-in-cryonics</a></li>
<li><span style="font-weight: 400;">Fahy GM, Wowk B, Pagotan R, Chang A, Phan J, Thomson B, Phan L. Physical and biological aspects of renal vitrification. </span><i><span style="font-weight: 400;">Organogenesis</span></i><span style="font-weight: 400;"> 2009 Jul; 5(3): 167-75. doi: 10.4161/org.5.3.9974. PMID: 20046680; PMCID: PMC2781097. <a href="https://www.tandfonline.com/doi/full/10.4161/org.5.3.9974">https://www.tandfonline.com/doi/full/10.4161/org.5.3.9974</a></span></li>
<li>Best BP. Cryoprotectant Toxicity: Facts, Issues, and Questions. <em>Rejuvenation Res</em> 2015 Oct; 18(5): 422-36. doi: 10.1089/rej.2014.1656. Epub 2015 Sep 22. Erratum in: <em>Rejuvenation Res</em> 2018 Feb; 21(1): 87. PMID: 25826677; PMCID: PMC4620521. <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4620521/"><span style="font-weight: 400;">https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4620521/</span></a></li>
<li>Best BP. Scientific justification of cryonics practice. <em>Rejuvenation Res</em> 2008 Apr; 11(2): 493-503. doi: 10.1089/rej.2008.0661. PMID: 18321197; PMCID: PMC4733321. <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4733321/">https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4733321/ </a></li>
<li>Bojic S, Murray A, Bentley BL, Spindler R, Pawlik P, Cordeiro JL, Bauer R, de Magalhães JP. Winter is coming: the future of cryopreservation. <i>BMC Biol</i> 19, 56 (2021). doi: 10.1186/s12915-021-00976-8. <a href="https://bmcbiol.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12915-021-00976-8"><span style="font-weight: 400;">https://bmcbiol.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12915-021-00976-8</span></a></li>
</ul>
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		<title>Was ist Kryonik?</title>
		<link>https://verjuengungsforschung.de/was-ist-kryonik?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=was-ist-kryonik</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sandra]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Oct 2023 08:44:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[science]]></category>
		<category><![CDATA[Kryokonservierung]]></category>
		<category><![CDATA[Kryonik]]></category>
		<category><![CDATA[Notfallmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[sterben]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Vitrifizierung]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederbelebung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kryonik (auch Biostase genannt) ist der Plan B für alle Menschen, für welche die ersten Verjüngungstherapien voraussichtlich zu spät kommen. Dabei wird der Körper (oder bei einer Neurokonservierung auch nur das Gehirn) nach der Todeserklärung schrittweise auf -196°C heruntergekühlt und schließlich in flüssigem Stickstoff gelagert. Bei dieser Temperatur stoppt alle biologische Aktivität. Ziel ist es, den Körper so lange aufzubewahren, bis zukünftige Technologien es möglich machen, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kryonik (auch Biostase genannt) ist der <strong>Plan B</strong> für alle Menschen, für welche die ersten Verjüngungstherapien voraussichtlich zu spät kommen. Dabei wird der Körper (oder bei einer Neurokonservierung auch nur das Gehirn) <strong>nach</strong> der <strong>Todeserklärung</strong> <strong>schrittweise</strong> auf -196°C <strong>heruntergekühlt</strong> und schließlich in <strong>flüssigem Stickstoff</strong> gelagert. Bei dieser Temperatur stoppt alle biologische Aktivität. Ziel ist es, den Körper so lange aufzubewahren, bis zukünftige Technologien es möglich machen, diesen Menschen wiederzubeleben und seine Todesursache zu beseitigen. Der Begriff kommt vom griechischen Wort “kryos”, was übersetzt so viel wie “Frost” oder “Eiseskälte” bedeutet.</p>
<h3 class="wp-block-heading">Geschichte und Status quo der Kryonik</h3>
<p>Als Pionier der Kryonik gilt der amerikanische Hochschullehrer Robert Ettinger. Im Jahr 1962 hat er das Buch “The Prospect of Immortality”<sup class="fn" data-fn="0ce6073f-a00c-468c-8261-af856b84ac18">1</sup> veröffentlicht und damit die Kryonik-Bewegung gestartet. 1967 hat sich der erste Mensch einfrieren lassen – James Bedford, ein Psychologieprofessor aus den USA.<sup class="fn" data-fn="07973851-6ba0-4188-b6ed-3f0d42847710">2</sup> Mittlerweile werden weltweit rund <strong>500 Menschen</strong> in dafür vorgesehenen Einrichtungen <strong>aufbewahrt</strong> und <strong>über 4000</strong> haben bereits einen <strong>Vertrag </strong>abgeschlossen.<sup class="fn" data-fn="bc9f21b2-2857-4889-b8f0-d19d3e880531">3</sup> Darunter sind auch einige Celebritys, wie diese Liste zeigt.<sup class="fn" data-fn="cee871af-ecdd-4092-997b-38e5c863960e">4</sup></p>
<h4 class="wp-block-heading">Kryonik-Anbieter</h4>
<p>Die drei weltweit größten Anbieter sind die <em>Alcor Life Extension Foundation</em> (Scottsdale, Arizona), das <em>Cryonics Institute</em> (Clinton Township, Michigan) und <em>KrioRus</em> (Moskau, Russland). Aber auch in Europa und sogar in Deutschland gibt es Organisationen, die Kryonik anbieten: zum Beispiel das Berliner Startup <em>Tomorrow Biostasis</em>. Die Interessengemeinschaft <em>Cryonics Germany</em> bietet neben einer Neurokonservierung in Deutschland zudem eine Möglichkeit zum Austausch und hilft bei rechtlichen, finanziellen, organisatorischen und technischen Fragen weiter.<sup class="fn" data-fn="e55921e0-3935-4552-b6ce-e166d5b3b7bf">5</sup></p>
<p><a href="https://verjuengungsforschung.de/kryonikanbieter-im-vergleich">Mehr über die verschiedenen Kryonikanbieter erfahren</a></p>
<h4 class="wp-block-heading">Vitrifizierung</h4>
<p>Kryokonservierung wird bereits routinemäßig bei Herzklappen, größeren Blutgefäßen, menschlicher Haut, Sperma und befruchteten Eizellen (siehe In-vitro-Fertilisation) angewendet.<sup class="fn" data-fn="151cc681-afa0-4101-96c0-ba813be7888e">6</sup> Der heutzutage wichtigste Schritt: die <strong>Vitrifizierung</strong>. Dabei werden die Körperflüssigkeiten durch einen sogenannten <strong>Kryoprotektor</strong> ersetzt. Das ist notwendig, weil es beim Gefrieren normalerweise zur Bildung von <strong>Eiskristallen</strong> kommt, die die Zellmembran und damit das Gewebe zerstören. Der Kryoprotektor nimmt beim Gefrieren einen <strong>glasartigen Zustand</strong> an, ohne Kristalle zu bilden.<sup class="fn" data-fn="4a4d6105-8a0d-4d88-b555-cfb53dd69220">7</sup></p>
<ul>
<li><a href="https://verjuengungsforschung.de/kryonik-ablauf-einer-kryokonservierung">Mehr über den Ablauf der Kryokonservierung erfahren</a></li>
<li><a href="https://verjuengungsforschung.de/kryonik-kryoprotektoren-zur-vitrifizierung">Mehr über die verschiedenen Kryoprotektoren erfahren</a></li>
</ul>
<h3 class="wp-block-heading">Der Tod als umkehrbarer Prozess</h3>
<p>Wie sollen aber Menschen, die bereits tot sind, in Zukunft wieder leben können? Der Tod ist <strong>kein einmaliges Ereignis</strong>, sondern vielmehr ein neurologischer <strong>Prozess</strong>, der eintritt, sobald das Herz zu schlagen aufhört.<sup class="fn" data-fn="df093566-1d22-4ab3-a056-dee47abc4273">8</sup> Das Ziel von Kryonik ist, diesen <strong>Prozess</strong> zu <strong>unterbrechen</strong> und zu <strong>stoppen</strong> – innerhalb eines Zeitfensters, in dem er in Zukunft umkehrbar sein könnte.<sup class="fn" data-fn="3ddce6e7-e58c-4306-ab13-3edcc238c9b5">9</sup> Ärzte erklären einen Patienten dann für tot, wenn sie ihn mit der gegenwärtig verfügbaren Medizin nicht mehr ins Leben zurückholen können. Früher ist das bei Herzstillstand der Fall gewesen. Mittlerweile rettet die in den 1950er-Jahren entwickelte Herz-Lungen-Wiederbelebung tagtäglich Menschen auf der ganzen Welt, die einen Herzstillstand erlitten haben. Die Wissenschaft verschiebt ständig die Grenzen dessen, was als “tot” gilt.</p>
<p>Kryonik will diese Grenzen weiter ausdehnen: Sie sorgt dafür, dass sich der Zustand des Patienten nicht noch weiter verschlechtert und gibt der weitaus fortschrittlicheren Technologie der Zukunft eine Chance, das Problem des Patienten zu beheben und ihn zurück ins Leben zu holen. Insofern ist Kryonik also lediglich eine <strong>Erweiterung der Notfallmedizin</strong> – eine Art Krankenwagen in die Zukunft.<sup class="fn" data-fn="7bf0f8d3-6395-4091-b9d8-0fea175faf82">10</sup> Auch nach dem Erreichen biologischer Unsterblichkeit wird sie immer noch von Nutzen sein, beispielsweise um Todesfälle durch Unfälle oder nicht altersbedingte Krankheiten zu verhindern.<sup class="fn" data-fn="215e3ee7-a05e-45c5-b767-cf1bab7a9eed">11</sup></p>
<p>Der Tod einer Person ist erst dann endgültig, wenn die für das <strong>Gedächtnis</strong> und die <strong>Persönlichkeit notwendige Struktur</strong> (also die Information, die eine Person ausmacht) so weit <strong>zerstört</strong> ist, dass es theoretisch unmöglich ist, die Person wiederherzustellen. Dieses Konzept ist als <strong>informationstheoretischer Tod</strong> (engl. “information-theoretic death”) bekannt.<sup class="fn" data-fn="c02c5468-62f6-468c-a460-287a494651e6">12</sup></p>
<h3 class="wp-block-heading">Bisherige Erfolge in der Kryokonservierung</h3>
<p>Welche Erfolge gibt es bereits? Wir haben es bisher noch nicht geschafft, Menschen aufzuwärmen und wiederzubeleben. Allerdings: Bei <strong>einzelnen größeren Organen</strong> wie Nieren funktioniert der Prozess bereits. 2009 hat beispielsweise eine Forschungsgruppe unter der Leitung des Kryobiologen Greg Fahy es erstmals geschafft, die Niere eines Hasen zu vitrifizieren, zu kryokonservieren und so in einen anderen Hasen zu transplantieren, dass sie auch weiterhin normal funktioniert hat.<sup class="fn" data-fn="a037fb44-9baa-411f-87c0-4a8bfe326aa0">13</sup> Eine Studie im Jahr 2015 hat gezeigt, dass <strong>Modellorganismen</strong> (Fadenwürmer) <strong>kryokonserviert</strong> und wiederbelebt werden können, wobei ihre <strong>Erinnerungen intakt</strong> bleiben.<sup class="fn" data-fn="24e06305-6b7f-41a5-950e-476ba4443847">14</sup> Ebenfalls unter Fahys Leitung haben Forscher 2015 zudem das erste Mal Hasen- und Schweinegehirne so vitrifiziert und wieder aufgewärmt, dass die <strong>neuronale Vernetzung</strong> im gesamten Gehirn (das sogenannte <strong>Konnektom</strong>) nahezu <strong>perfekt erhalten</strong> geblieben ist.<sup class="fn" data-fn="b5251e4a-fc28-4ab8-aae3-d609107b10a0">15</sup> Mehr zur dafür verwendeten Methode findet ihr in unserem Post über die aktuelle Forschung im Bereich Kryonik!</p>
<p>Das Problem: Auch mit Vitrifizierung erleidet der kryokonservierte Körper <strong>immer noch beträchtliche Schäden</strong> – möglicherweise zu viele Schäden, um in Zukunft durch Aufwärmen wiederbelebt zu werden. (Eine andere Möglichkeit zur Wiederbelebung ist Mind-Uploading.<sup class="fn" data-fn="1e3a40da-b929-4aaa-b515-106a09f9c0eb">16</sup> Davon sind wir aber noch weit entfernt, denn wir haben noch viel darüber zu lernen, wie das menschliche Gehirn funktioniert.) Die Vitrifizierung von größeren Tieren oder Menschen ist deshalb noch nicht umkehrbar, weil für die Erhaltung von solch großen Strukturen sehr viel Kryoprotektor nötig ist. Dadurch wird die Wiederherstellung der Zellfunktion mit derzeit verfügbarer Technologie unmöglich.</p>
<h3 class="wp-block-heading">Heliumpersufflation: ein Ansatz mit großem Potenzial</h3>
<p>Erfreulicherweise gibt es einen neuen Ansatz, der das bald ändern könnte: <strong>Heliumpersufflation</strong>. Dabei wird <strong>kaltes Helium</strong> durch die <strong>Blutgefäße</strong> gepumpt. Der große Vorteil ist, dass der Körper damit viel schneller auf unter -120°C gekühlt werden kann als mit der alten Methode. Außerdem lassen sich so die <strong>Brüche im Gewebe vermeiden</strong>, die bisher noch auftreten. Der Ansatz hat auch abgesehen von Kryonik das Potenzial, zahlreiche Leben zu retten: <strong>Organtransplantationen</strong> wären dadurch in viel <strong>größerem Umfang</strong> möglich als heute. Keinice Bio, das Unternehmen, welches diese Technologie vorantreibt, wird unter anderem von der LEV Foundation finanziert.<sup class="fn" data-fn="1844d093-c30c-4e22-ac54-e1e34aa6066b">17</sup></p>
<h3 class="wp-block-heading">Wie soll die Wiederbelebung funktionieren?</h3>
<p>Wie könnte die Wiederbelebung in Zukunft (abgesehen von Uploading) aussehen? Die Frage ist deshalb schwer zu beantworten, weil sie <strong>von Technologien abhängig</strong> ist, die <strong>heutzutage noch nicht</strong> in der nötigen Form <strong>existieren</strong>. Aktuelle technologische Fortschritte sind allerdings vielversprechend – unter anderem in Bereichen wie Tissue Engineering, biologischer 3D-Druck und Nanotechnologie. Letztere wäre wahrscheinlich notwendig, um die vor und während der Konservierung entstandenen Schäden auf molekularer Ebene wirklich umfassend zu reparieren. Der Nanotechnologe Robert Freitas hat 2022 das 700-seitige Buch “Cryostasis Revival: The Recovery of Cryonics Patients through Nanomedicine”<sup class="fn" data-fn="3a57b426-dc0c-4cfd-9a79-e7dec70d5c8c">18</sup> veröffentlicht, in dem er einen möglichen Weg zur Reanimation und Wiederherstellung der Gesundheit von kryokonservierten Menschen aufzeigt. Hier<sup class="fn" data-fn="1eab8834-59ef-45f0-9859-ccbc0f83ade8">19</sup> ist seine Zusammenfassung des Buches, in dem er das von ihm ausgearbeitete Konzept kurz vorstellt.</p>
<h3 class="wp-block-heading">Finanzierung, rechtliche Aspekte und Weiteres zur Kryonik</h3>
<p>Stellt sich nur noch die Frage nach dem rechtlichen Rahmen und der Finanzierung. In einem unserer nächsten Beiträge der Kryonik-Serie gehen wir ausführlich darauf ein. Soviel vorweg: Ein Vertrag zur Kryokonservierung ist für die meisten Menschen <strong>gut finanzierbar</strong> – über eine Lebensversicherung. Und es gibt auch die Möglichkeit, Haustiere kryokonservieren zu lassen: In der Alcor Life Extension Foundation werden bereits knapp 100 Tiere in flüssigem Stickstoff aufbewahrt.<sup class="fn" data-fn="2feb1efb-d847-4de1-bdbc-a04b657b8a0b">20</sup></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><span style="text-decoration: underline;">Quellen</span></h4>
<ol class="wp-block-footnotes">
<li id="0ce6073f-a00c-468c-8261-af856b84ac18"><a href="https://www.amazon.com/Prospect-Immortality-Robert-C-Ettinger/dp/097434723X">https://www.amazon.com/Prospect-Immortality-Robert-C-Ettinger/dp/097434723X</a> <a href="https://gfaf-ev.de/was-ist-kryonik/#0ce6073f-a00c-468c-8261-af856b84ac18-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren">↩︎</a></li>
<li id="07973851-6ba0-4188-b6ed-3f0d42847710"><a href="https://www.cryonicsarchive.org/library/dear-dr-bedford-an-open-letter-to-the-first-frozen-man/">https://www.cryonicsarchive.org/library/dear-dr-bedford-an-open-letter-to-the-first-frozen-man/</a> <a href="https://gfaf-ev.de/was-ist-kryonik/#07973851-6ba0-4188-b6ed-3f0d42847710-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 2 navigieren">↩︎</a></li>
<li id="bc9f21b2-2857-4889-b8f0-d19d3e880531"><a href="https://www.tomorrow.bio/glossary/how-many-people-are-currently-cryonically-preserved">https://www.tomorrow.bio/glossary/how-many-people-are-currently-cryonically-preserved</a> <a href="https://gfaf-ev.de/was-ist-kryonik/#bc9f21b2-2857-4889-b8f0-d19d3e880531-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 3 navigieren">↩︎</a></li>
<li id="cee871af-ecdd-4092-997b-38e5c863960e"><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_people_who_arranged_for_cryonics">https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_people_who_arranged_for_cryonics</a> <a href="https://gfaf-ev.de/was-ist-kryonik/#cee871af-ecdd-4092-997b-38e5c863960e-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 4 navigieren">↩︎</a></li>
<li id="e55921e0-3935-4552-b6ce-e166d5b3b7bf">Websites: <a href="https://www.alcor.org/">https://www.alcor.org/</a> | <a href="https://cryonics.org/">https://cryonics.org/</a> | <a href="https://kriorus.ru/en">https://kriorus.ru/en</a> | <a href="https://www.tomorrow.bio/">https://www.tomorrow.bio/</a> | <a href="https://cryonics-germany.org/">https://cryonics-germany.org/</a> <a href="https://gfaf-ev.de/was-ist-kryonik/#e55921e0-3935-4552-b6ce-e166d5b3b7bf-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 5 navigieren">↩︎</a></li>
<li id="151cc681-afa0-4101-96c0-ba813be7888e"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kryokonservierung">https://de.wikipedia.org/wiki/Kryokonservierung</a> <a href="https://gfaf-ev.de/was-ist-kryonik/#151cc681-afa0-4101-96c0-ba813be7888e-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 6 navigieren">↩︎</a></li>
<li id="4a4d6105-8a0d-4d88-b555-cfb53dd69220">Fahy GM, Wowk B. Principles of cryopreservation by vitrification. <em>Methods Mol Biol</em> 2015; 1257: 21-82. doi: 10.1007/978-1-4939-2193-5_2. PMID: 25428002. <a href="https://gfaf-ev.de/was-ist-kryonik/#4a4d6105-8a0d-4d88-b555-cfb53dd69220-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 7 navigieren">↩︎</a></li>
<li id="df093566-1d22-4ab3-a056-dee47abc4273"><a href="https://www.alcor.org/library/faq-scientists-questions/#death">https://www.alcor.org/library/faq-scientists-questions/#death</a> <a href="https://gfaf-ev.de/was-ist-kryonik/#df093566-1d22-4ab3-a056-dee47abc4273-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 8 navigieren">↩︎</a></li>
<li id="3ddce6e7-e58c-4306-ab13-3edcc238c9b5"><a href="https://www.alcor.org/what-is-cryonics/">https://www.alcor.org/what-is-cryonics/</a> <a href="https://gfaf-ev.de/was-ist-kryonik/#3ddce6e7-e58c-4306-ab13-3edcc238c9b5-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 9 navigieren">↩︎</a></li>
<li id="7bf0f8d3-6395-4091-b9d8-0fea175faf82"><a href="https://www.youtube.com/watch?v=JwNNdG4MZvc">https://www.youtube.com/watch?v=JwNNdG4MZvc</a> <a href="https://gfaf-ev.de/was-ist-kryonik/#7bf0f8d3-6395-4091-b9d8-0fea175faf82-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 10 navigieren">↩︎</a></li>
<li id="215e3ee7-a05e-45c5-b767-cf1bab7a9eed"><a href="https://www.youtube.com/watch?v=nsUWw0I_-HY&amp;t=947s">https://www.youtube.com/watch?v=nsUWw0I_-HY&amp;t=947s</a> <a href="https://gfaf-ev.de/was-ist-kryonik/#215e3ee7-a05e-45c5-b767-cf1bab7a9eed-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 11 navigieren">↩︎</a></li>
<li id="c02c5468-62f6-468c-a460-287a494651e6"><a href="https://en.longevitywiki.org/wiki/Information_theoretic_death">https://en.longevitywiki.org/wiki/Information_theoretic_death</a> <a href="https://gfaf-ev.de/was-ist-kryonik/#c02c5468-62f6-468c-a460-287a494651e6-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 12 navigieren">↩︎</a></li>
<li id="a037fb44-9baa-411f-87c0-4a8bfe326aa0">Fahy GM, Wowk B, Pagotan R, Chang A, Phan J, Thomson B, Phan L. Physical and biological aspects of renal vitrification. <em>Organogenesis</em> 2009 Jul; 5(3): 167-75. doi: 10.4161/org.5.3.9974. PMID: 20046680; PMCID: PMC2781097. <a href="https://gfaf-ev.de/was-ist-kryonik/#a037fb44-9baa-411f-87c0-4a8bfe326aa0-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 13 navigieren">↩︎</a></li>
<li id="24e06305-6b7f-41a5-950e-476ba4443847">Vita-More N, Barranco D. Persistence of Long-Term Memory in Vitrified and Revived Caenorhabditis elegans. <em>Rejuvenation Res</em> 2015 Oct; 18(5): 458-63. doi: 10.1089/rej.2014.1636. Epub 2015 Aug 20. PMID: 25867710; PMCID: PMC4620520. <a href="https://gfaf-ev.de/was-ist-kryonik/#24e06305-6b7f-41a5-950e-476ba4443847-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 14 navigieren">↩︎</a></li>
<li id="b5251e4a-fc28-4ab8-aae3-d609107b10a0">McIntyre RL, Fahy GM. Aldehyde-stabilized cryopreservation. <em>Cryobiology</em> 2015 Dec; 71(3): 448-58. doi: 10.1016/j.cryobiol.2015.09.003. Epub 2015 Sep 25. PMID: 26408851. <a href="https://gfaf-ev.de/was-ist-kryonik/#b5251e4a-fc28-4ab8-aae3-d609107b10a0-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 15 navigieren">↩︎</a></li>
<li id="1e3a40da-b929-4aaa-b515-106a09f9c0eb"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mind_uploading">https://de.wikipedia.org/wiki/Mind_uploading</a> <a href="https://gfaf-ev.de/was-ist-kryonik/#1e3a40da-b929-4aaa-b515-106a09f9c0eb-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 16 navigieren">↩︎</a></li>
<li id="1844d093-c30c-4e22-ac54-e1e34aa6066b"><a href="https://www.levf.org/projects">https://www.levf.org/projects</a> <a href="https://gfaf-ev.de/was-ist-kryonik/#1844d093-c30c-4e22-ac54-e1e34aa6066b-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 17 navigieren">↩︎</a></li>
<li id="3a57b426-dc0c-4cfd-9a79-e7dec70d5c8c"><a href="https://www.amazon.de/Cryostasis-Revival-Recovery-Cryonics-Nanomedicine/dp/099681535X">https://www.amazon.de/Cryostasis-Revival-Recovery-Cryonics-Nanomedicine/dp/099681535X</a> <a href="https://gfaf-ev.de/was-ist-kryonik/#3a57b426-dc0c-4cfd-9a79-e7dec70d5c8c-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 18 navigieren">↩︎</a></li>
<li id="1eab8834-59ef-45f0-9859-ccbc0f83ade8"><a href="https://www.alcor.org/docs/cryostasis-revival-summary.pdf">https://www.alcor.org/docs/cryostasis-revival-summary.pdf</a> <a href="https://gfaf-ev.de/was-ist-kryonik/#1eab8834-59ef-45f0-9859-ccbc0f83ade8-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 19 navigieren">↩︎</a></li>
<li id="2feb1efb-d847-4de1-bdbc-a04b657b8a0b"><a href="https://www.euronews.com/next/2023/01/15/inside-the-us-facility-where-199-legally-dead-humans-and-almost-100-pets-await-being-reviv">https://www.euronews.com/next/2023/01/15/inside-the-us-facility-where-199-legally-dead-humans-and-almost-100-pets-await-being-reviv</a> <a href="https://gfaf-ev.de/was-ist-kryonik/#2feb1efb-d847-4de1-bdbc-a04b657b8a0b-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 20 navigieren">↩︎</a></li>
</ol>
<p>Bildquelle: https://www.flickr.com/photos/arenamontanus/8111396819 (mit Veränderungen)</p>
<h4 class="wp-block-heading"><span style="text-decoration: underline;">Weiterführende Quellen:</span></h4>
<p>Für immer jung mit Kleine-Gunk: Wie mit Hilfe von Kryonik der Tod ausgetrickst werden soll: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=_C-JVeDntZ4">https://www.youtube.com/watch?v=_C-JVeDntZ4</a> </p>
<p>Wait But Why – Why Cryonics Makes Sense: <a href="https://waitbutwhy.com/2016/03/cryonics.html">https://waitbutwhy.com/2016/03/cryonics.html</a> </p>
<p>ARD Mediathek: NDR – Leben nach dem Tod: “Ich lasse mich einfrieren”: <a href="https://www.ardmediathek.de/video/deep-und-deutlich/leben-nach-dem-tod-ich-lasse-mich-einfrieren/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9lZDYxNDA5OC1kNmNjLTRmNjItYjUzNi01ZTY3ZTU1NTQ5MDE">https://www.ardmediathek.de/video/deep-und-deutlich/leben-nach-dem-tod-ich-lasse-mich-einfrieren/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9lZDYxNDA5OC1kNmNjLTRmNjItYjUzNi01ZTY3ZTU1NTQ5MDE</a></p>
<p>Talk von Tanya Jones über Kryonik auf einer ideacity-Konferenz – “Extending Lives Through Cold”: <a href="https://www.ideacity.ca/video/tanya-jones-extending-lives-cold/">https://www.ideacity.ca/video/tanya-jones-extending-lives-cold/</a></p>
<p>Ausführlicher wissenschaftlicher Artikel mit Argumenten, warum Kryonik Sinn macht (“Scientific Justification of Cryonics Practice”): <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4733321/">https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4733321/</a> </p>
<p>FAQ von Tomorrow Biostasis: <a href="https://www.tomorrow.bio/de/faq">https://www.tomorrow.bio/de/faq</a> </p>
<p>FAQ von Alcor: <a href="https://www.alcor.org/library/frequently-asked-questions/">https://www.alcor.org/library/frequently-asked-questions/</a> </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://verjuengungsforschung.de/was-ist-kryonik">Was ist Kryonik?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://verjuengungsforschung.de">Partei für Verjüngungsforschung</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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